Transport- und Versandkosten bei Mängeln! Wer muss zahlen?

Mit der Umsetzung der Verbraucherrechterichtlinie wurden die Rechte und Pflichten von Unternehmen umfassend reformiert. Bei Fernabsatzverträgen und Verträgen die „außerhalb von Geschäftsräumen“ geschlossen wurden, steht dem Verbraucher ein Widerrufsrecht zu. In diesem Fall sind die Rücksendekosten nunmehr vom Verbraucher zu tragen, wenn er hierauf hingewiesen wurde und der Unternehmen die Kosten auch nicht freiwillig übernimmt, unabhängig vom Preis. Gilt das aber auch, wenn die Ware oder Leistung mangelhaft ist?

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Hintergrund

Ist die Ware oder Leistung mangelhaft, stehen dem Kunden die gesetzlichen Gewährleistungsrechte zu. Der Umfang ist vom jeweiligen Vertragstyp abhängig (Kauf- oder Werkvertrag). Mängelansprüche dürfen jedoch nicht mit dem Widerrufsrecht bei Fernabsatzverträgen und außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen (AGV) verwechselt werden. Unternehmen müssen hier genau unterscheiden.

 

Gewährleistung

Die Gewährleistungsrechte setzten, unabhängig vom Vertragstyp, einen Mangel der Ware oder der Leistung voraus. Ein Mangel liegt, vereinfacht gesagt vor, wenn die Ist- von der Soll-Beschaffenheit abweicht.

 

Praxistipp: Es ist hierbei unerheblich ob sich die Abweichung positiv oder negativ auswirkt. Dass heißt, auch eine Abweichung zu Gunsten des Kunden begründet in der Regel einen Mangel.

 

Beispiel: Die Ware ist mangelhaft wenn sie nicht funktioniert, defekt ist oder eine falsche Ware geliefert wurde.

 

Im Kaufrecht gilt grundsätzlich eine Gewährleistungsfrist von 2 Jahren für bewegliche Waren; abweichende Fristen gelten u.a. bei Waren zum Einbau in Bauwerke und im Werkvertrag. Die Frist beginnt im Kaufrecht mit Ablieferung und im Werkvertragsrecht mit Abnahme.

 

Achtung: Sind beide Vertragspartner (Händler/ Unternehmer-Lieferant) Kaufleute i.S.d. Handelsgesetzbuchs (HGB), besteht grundsätzlich eine Prüf- und Rügeobliegenheit der Waren. Wer diese Pflicht verletzt, kann unter Umständen später keine Mängelansprüche mehr geltend machen.
Bei Verträgen mit Verbrauchern (B2C) besteht diese Pflicht nicht! Eine solche darf dem Verbraucher auch nicht per AGB auferlegt werden! Abmahnungen und Schadensersatz können hier drohen.

 

Welche Rechte hat der Kunde?

Liegt ein Mangel vor, hat der Kunde vorrangig einen Anspruch auf Nacherfüllung. Dies kann durch Nachbesserung (Reparatur) oder durch Nachlieferung erfüllt werden.

 

Achtung: Im Kaufrecht hat der Kunde die Wahl, welche Art der Nacherfüllung er bevorzugt. Im Werkvertragsrecht kann der Unternehmer die Art der Nacherfüllung wählen. D ie Grenze ist in jedem Fall die Unverhältnismäßigkeit.

 

Und wer trägt die Transport- und Versandkosten?

Zur Prüfung, ob (1) überhaupt ein Mangel vorliegt und (2) ob und wie eine Reparatur erfolgen kann bzw. ob eine Nachlieferung günstiger ist, muss der Unternehmer die Sache zunächst einmal untersuchen. Hier stellt sich die Frage, wer für die Kosten der Rücksendung aufkommen muss oder die Fahrtkosten des Unternehmers zu tragen hat, falls er die Ware vor Ort beim Kunden prüft!?

 

Praxistipp: Der Kunde ist verpflichtet, dem Unternehmer die Ware zur Verfügung zu stellen, sodass dieser sie untersuchen und ggf. Beweise sichern kann.

 

Ist die Ware mangelhaft, muss der Unternehmer die Transport- oder Versandkosten übernehmen. Gemäß § 439 Abs. 2 BGB hat der Verkäufer die zum Zwecke der Nacherfüllung erforderlichen Aufwendungen, insbesondere Transport-, Wege-, Arbeits- und Materialkosten zu tragen.

 

Stellt sich im Nachhinein heraus, dass kein bzw. ein nicht im Verantwortungsbereich des Unternehmers liegender Mangel vorliegt, können die Kosten unter Umständen vom Kunden zurück verlangt werden. Dies setzt in der Regel aber einen klaren und eindeutigen Hinweis voraus. In AGB dürfte dieser Hinweis grundsätzlich jedoch nicht ausreichen.

 

Achtung: Dies ist nicht mit den Kosten im Fall eines Widerrufs zu verwechseln. Was der Kunde will (Widerruf oder Gewährleistung) ist durch Auslegung zu ermitteln. Der Kunde muss nicht ausdrücklich „Widerruf“ oder „Nacherfüllung“ nennen!

 

Fazit

Liegt tatsächlich ein Mangel der Ware oder Leistung vor, muss der Unternehmer die Kosten für Transport und Versand in der Regel zahlen.

 

Bei Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung!

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Kommentare: 32
  • #1

    Karl Meyer (Dienstag, 15 November 2016 19:22)

    Sehr geehrte Frau Rehfeldt,
    ich habe bei einem Internethändler aufgrund eines Defektes nach 7 Monaten Gewährleistung bei einer Lampe geltend gemacht. Der Händler weigert sich aber (trotz meines Hinweises auf geltendes Recht), die Versandkosten der Rücksendung zu tragen und will sie in keinem Fall erstatten. Wenn ich recht sehe, habe ich aber für 8,00 Euro überhaupt keine Handhabe, diese einzufordern. Der Betrag ist für die Beratung bei einem Rechtsanwalt zu gering, folglich kann sich der Händler einfach über das Recht hinwegsetzen. Oder kann ich doch etwas tun?

  • #2

    Hugo (Mittwoch, 30 November 2016)

    Schicken Sie den Händler einen Mahnbescheid.

  • #3

    jürgen (Donnerstag, 18 Mai 2017 14:36)

    ich habe im februar 2017 online eine Motorroller gekauft der im März 2017 ( Händler sitzt in 511km Entfernung) geliefert wurde. Schon Ende März zeigte Sich eine Mangel am Fahrzeug, die Batterie ist bowohl das Fahrzeug neu ist, permanent leer, auch nah cordnungsgemäßem Laden hält diese maximal 1 Tag, der E-starter klackt nur noch und der Roller fährt unrund ewenn er mit Kickstarter gestartet wurde, eien AUfladung der Batterie erfolgt hier nur kurztzeitig und hält nicht vor. Ein Werkstattmeister meint das die Lichtmaschine oder der Regler defekt sein können. ich schrieb den Verkäufer (Händler) mehrfach an, dieser verweist darauf das der Roller zur Prüfung zu Ihm muß um hier tätig werden zu können. ja der Roller steht zum Abtransport jeder aber ich bin nicht gewillt die Transportkosten ( einfacher Hintransport bei 511km mindestens 100,00€) vorzustrecken zumal ich den Mangel nicht zu verantworten habe, denn gemäß § 439 Abs. 2 BGB hat der Verkäufer die zum Zwecke der Nacherfüllung erforderlichen Aufwendungen, insbesondere Transport-, Wege-, Arbeits- und Materialkosten zu tragen. Stellt sich im Nachhinein heraus, dass kein bzw. ein nicht im Verantwortungsbereich des Unternehmers liegender Mangel vorliegt, können die Kosten unter Umständen vom Kunden zurück verlangt werden. Dies setzt in der Regel aber einen klaren und eindeutigen Hinweis voraus. In AGB dürfte dieser Hinweis grundsätzlich jedoch nicht ausreichen. das alles hab ich dem Händler mitgeteilt, aber beharrt drauf das ich in der Pflicht bin den Transport zu Ihm zu zu organisieren oder vorzustrecken. Was kann ich noch tun???

  • #4

    Luzia (Donnerstag, 22 Juni 2017 14:55)

    Guten Tag!
    Uns wurde ein SUP vor Ort übergeben, die Rechnung sollte nachgesandt werden, bei der ersten Fahrt stellte sich heraus, dass das Board ein Loch hat, Luft verliert und somit undicht/unbrauchbar ist.
    Der Verkäufer verweist auf seine AGB und will die Kosten für die Rücksendung nicht übernehmen.
    Was können wir tun? Es ist ein größeres Packet, Versand nach Österreich, deshalb entstehen hohe Kosten.

  • #5

    Marc S. (Donnerstag, 29 Juni 2017 13:23)

    Ich habe ein größeres Ersatzteil über ebay bei einem Händler gekauft gekauft. Ich habe alle Angaben geprüft, um das ET eindeutig zu identifizieren. Beim Einbau stellte ich fest, dass das Teil nicht passt. Daraufhin habe ich eine Rückgabe über ebay gestartet.
    Der Händler hat nochmals die Angaben geprüft. Es ist wohl das richtige Teil bestellt. Jetzt kann ich das Teil zurücksenden - der Versand kostet a.G. der Abmessungen ca. 17,-€. Beim Widerruf hat der Kunde die Versandkosten zu tragen (soweit ok und richtig). Hierbei handelt es sich m.E. aber um den Fall von Gewährleistung und der Käufer muss (trotz Rücksendekosten bei Widerruf) übernehmen.
    Andernfalls sind a.G. der Höhe der Versandkosten (Länge ca. 130cm) nicht in der Widerrufsbelehrung die Kosten anzugeben?

    Danke vorab.

  • #6

    SUU (Samstag, 19 August 2017 16:59)

    Die Fragestellung wurde nicht eindeutig beantwortet. Heißt das also, dass man auch innerhalb der 14 Tage, statt zu widerrufen die Gewährleistung erst in Anspruch nehmen muss, damit man die Rücksendekosten nicht tragen muss.
    Dann erhält man aber nicht sofort das Geld zurück? Weil die Gewährleistung das 14 tägige Rücktrittsrecht nicht kennt.
    Das haben Sie also nicht geklärt, obwohl das ja die Fragestellung der Überschrift ist.
    Wäre schön, wenn Sie das noch nachholen.

  • #7

    Uwe (Samstag, 30 September 2017 23:47)

    Aus welchen rechtlichen Gründen kommt Hugo (#2) zu dem Ergebnis im Fall #1, der Händler müsste die Versandkosten tragen? Der Händler kann sich doch auf die Beweislastumkehr berufen. Oder sehe ich das falsch?

  • #8

    Achim (Dienstag, 10 Oktober 2017 07:20)

    Hallo, ich habe einen "Sonderfall": Ich habe bei einem grpßen Campingausstatter in den Niederlanden einen Wasserhahn für meinen Wohnwagen gekauft. Der ist aber defekt, Der Händler (der auch einen Onlinehandel betreibt) antwortete mir auf meine Email, dass er Reklamationen für Waren die im Laden gekauft wurden ausschließlich vor Ort -also nur im Laden- bearbeitet, eine Zusendung per Post sei nicht möglich. Ist das rechtlich korrekt?

  • #9

    Steffen (Mittwoch, 18 Oktober 2017 14:29)

    Ich habe folgende Frage zu Transportkosten.
    Wir haben ein Gerät von uns an eine Firma zur Überprüfung geschickt. Zu diesem Zweck wurde von ein Speditionstransport beauftragt. Das Gerät wurde von einem Subunternehmer auf einer Transportpalette abgeholt. Beim Empfänger zeigte sich bereits an der Palette und an der Umverpackung des Gerätes ein Transportschaden. Das Gerät selbst ist so stark beschädigt, dass eine Reparatur über den Restwert liegen dürfte. Eine Schadensanzeige wurde bei der beauftragten Speditionsfirma aufgegeben. Jetzt bekomme ich eine Rechnung über den Transport. Mein Widerspruch wird abgeschmettert mit der Bemerkung das Gerät wurde ja von A nach B befördert.
    Wie ist da die rechtliche Lage?

  • #10

    Maria (Sonntag, 17 Dezember 2017 03:41)

    Ich habe einen Mantel auf einer britischen Website bestellt. Dann stellte sich heraus, dass die Firma in China ist und auch die Ware von dort geliefert wird. Ich habe die Größe Small bestellt und die Maße des Mantels auch mittels der bereitgestellten Größentabelle überprüft. Die Tabelle bezog sich klar auf das Produkt. Als der Mantel um einiges später ankam, als angegeben, war er deutlich zu groß. Seine Maße entsprechen laut der Websitetabelle am ehesten der Größe X-Large. Eingenäht ist aber das Label "Small". Nach Fotobelegen und häufigen Aufforderungen, wurde mir ein Rücksendeformular übermittelt, doch ich soll die Versandkosten tragen. Aus meiner Sicht habe ich aber nicht das bekommen, was ich bestellt habe bzw. waren die Informationen des Anbieters falsch. Muss ich dennoch den Versand nach China selbst zahlen?

  • #11

    Siegfried (Montag, 18 Dezember 2017 14:15)

    Habe bei einer großen Elektomarktkette über ebay einen TV bestellt. Gerät kam, ausgepackt, angeschlossen und nur die rechte Hälfte hat ein Bild. Links nix, nur schwarz. Händler kontaktiert und Fotos geschickt. Händler sagt das er sich mit Hersteller in Verbindung setzt und dieser sich mit mir in Verbindung setzt. Wie lange muss ich warten? Kann ich vom Vertrag zurücktreten? Bekomme ich mein Geld wieder? Vielen Dank im voraus.

  • #12

    DaKi (Donnerstag, 11 Januar 2018 21:18)

    Hallo, mir wurden Lampen zugesandt. Diese sind komplett verbeult und ich kann mir nicht vorstellen, das sie vor dem Transport unbeschädigt waren. Der Verkäufer möchte mir erst mein Geld zurück geben, wenn ich den Rückversand von ca 60 euro zahle. Das sehe ich nicht wirklich ein. Habe ich nicht ein Gewährleistungsrecht? LG

  • #13

    Andrea (Sonntag, 21 Januar 2018 10:17)

    Ich habe Puppenzubehör bestellt und mich leider vertan und bei einem Teil hat der Verkäufer falsche Angaben gemacht. Sie hat mir dann gestattet, die Ware auf meine Kosten zurück zu schicken und im Umschlag das Porto für den Versand derUmtauschware bei zu legen. Muss ich den Versand für die umgetauschte Ware wirklich auch bezahlen? Sie sagte, wenn ich es als Brief zurücksende, schickt sie es auch als Brief wieder zu mir und ich solle dann 2 Euro beilegen. Ansonsten hätte ich entsprechend mehr dazu legen müssen. Ist das bei gewerblichen Verkäufern korrekt?
    LG

  • #14

    Wessels (Montag, 29 Januar 2018 15:15)

    Hallo. Ich habe Schraubenschlüssel im Internet bestellt. Als ich diese endlich nach einem Monat erhalten habe musste ich dann leider feststellen das der Anbieter mir falsche Ware geschickt hat. Nun wollen die mir keinen Retourenschein schicken (Kaufpreis liegt bei knapp 50,00€). Ich habe den Verkäufer schon zich mal angeschrieben aber jedes mal bekomme ich die Antwort das die nur im Fall eines Umtausch die Kosten tragen(Defekter Artikel). Es sind ja die falschen Schlüssel die ich bekommen habe. Ich habe es auch so geschildert aber es passiert nichts. Keine Antworten mehr. Ich habe denen geschrieben das die Falsche Ware geliefert haben und ich die gerne umtauschen möchte und dafür die richtigen bekomme. Was soll ich machen? Das müsste ich nach Paris schicken, also höhere Versandkosten kämen da auf mich zu für einen Fehler den ich nicht gemacht habe.
    Vielen Dank im voraus.

    MfG Sabrina Weßels

  • #15

    Norbert Schmidt (Dienstag, 13 Februar 2018 15:36)

    Sehr geehrte Frau Weßels,
    ich habe per Internet Ware bei einem Versandhändler bestellt. Allerdings wurde ein falscher Artikel geliefert. Laut AGB sind die Rücktransportkosten von mir zu tragen. Hier liegt aber der Fall vor, dass ich die fälschlich gelieferte Ware nicht bestellt habe, sondern eine andere. Hier ist es für mich nicht einzusehen, dass ich für die Rückführung die Kosten übernehmen muss. Der Händler besteht aber darauf. Wer ist denn hier jetzt im Recht ?

    m.f.G.

    Norbert Schmidt

  • #16

    werner buck (Sonntag, 25 Februar 2018 01:02)

    mangel ist nicht immer mangel

  • #17

    Lola Prinz (Mittwoch, 28 Februar 2018 09:21)

    Hallo ,

    ich habe eine Kommode online bestellt. Leider ist diese beschädigt gewessen. Der Händler antwortet nach langer Zeit und machte mir Vorschläge die nicht passten für den schaden, eine Nachlieferung ist nicht möglcih da der Artikle gerade ausverkauft ist. Nun wolltetn wir die Ware zurück genben. Diese ist von uns aufgebaut wordern.Der Hersteller will dies aber nciht abbauen und verpacken sonderne sagt das wir dass machen müssen. Wie ist da die Sachlage?
    Danke Lola

  • #18

    Peter (Donnerstag, 08 März 2018 13:18)

    Liebe Leute, die gute Frau ist Rechtsanwältin. D.h. Sie verdient ihr Geld mit Rechtsberatung und wenn die seriös abgewickelt werden soll, erfolgt sie sicher nicht kostenlos in einem Kommentar.

  • #19

    Berd Sams (Dienstag, 13 März 2018 20:43)

    Sehr geehrte Frau Rehfeld,

    wir haben ein Produkt eines Lieferanten bezogen und bei der Inbetriebnahme unseres Kunden festgestellt, dass das Produkt nicht richtig funktioniert. Der Lieferant war zur Abholung der Ware bereit. Leider wurde die Ware jedoch nicht abgeholt, weshalb sich eine zeitkritische Situation ergab. Wir haben auf unsere Kosten dann einen Sondertransport (erhöhte Kosten) organisiert und möchten diese nun von dem Lieferanten rückerstattet bekommen.
    1. Können auch Sondertransportkosten vom Lieferant eingefordert werden?
    2. Hätten wir den Lieferanten zwingen können einen Sondertransport gleich auf eigene Rechnung zu organisieren?
    3. Muss der Lieferant generell Sondertransportkosten tragen, wenn es sich um zeitkritische Themen handelt z.B. Maschinenstillstandszeiten etc?

  • #20

    Nogay (Mittwoch, 14 März 2018 16:02)

    Das Unternehmen weist einen Mangel zurück und ist der Meinung, dass ich diesen selbst verursacht habe. Es möchte mir die Versandkosten berechnen, einmal für die Retour und einmal um meinen bereits gekauften Artikel zurück zu erhalten. Ist dies rechtens?
    Vielen Dank für Ihre Antwort!

  • #21

    Jenny (Mittwoch, 21 März 2018 14:23)

    Hallo,
    wir haben eine elektro heizung gekauft, diese funktioniert jedoch nicht. leider wurde dies erst nach 2 monaten nach dem kauf fest gestellt. nun möchte der verkäufer die heizung abholen lassen und wir sollen sie versandsicher verpacken. jedoch steht uns weder eine palette noch ein so großer karton noch verpackungsmaterial (schaumstoff/styropor etc) zur verfügung. als ich dem händler mitteilte das wir dies nicht hätten, wurde uns die zusendung des verpackungsmaterials angeboten, jedoch nur gegen bezahlung der materials. ist das denn so rechtens ? müssen wir für die verpackung aufkommen?

    danke für ihre antwort

  • #22

    j (Freitag, 23 März 2018 23:14)

    hallo, ich habe eine abo-box gekauft und eines der produkte ist kaputt. nun frage ich nach ersatz denn ich habe ja recht auf mangelfreie ware. ich sollte ein foto des defekts senden und zusätzlich den defekten artikel postalisch einsenden - auf frage nach einem rücksendeschein sagte man mir lediglich, dass ich es günstig versenden soll. wohl eher keine kostenübernahme seitens des verkäufers. gesetzeswidrig meiner meinung nach. was droht denn im schlimmsten fall, wenn ich mich weigere den defekten artikel auf meine kosten zurückzusenden und ich dennoch anspruch auf mangelfreie ware habe... muss ich im schlimmsten fall die komplette abobox zurücksenden (und somit vom kaufvertrag zurücktreten) oder kann ich dennoch auf eine ersatzlieferung ohne zusatzkosten bestehen? vielen dank für eure antwort.

  • #23

    Christina (Samstag, 14 April 2018 15:01)

    Guten Tag, ich habe eine Frage: ich habe September 2017 eine Waschmaschine bei Mediamarkt gekauft. Diese ist nun nach versuchter Reparatur irreparabel defekt. Der Händler erklärt sich bereit, die Maschine abzuholen und mir den Kaufpreis zu erstatten. Aber nicht die Initialen Versandkosten sowie Installationskosten (gesamt 80€) Ist das rechtens? Der Hersteller sagt es sei nichts rechtens, genauso wie ein Artikel, den ich im Netz gefunden habe. Danke für Ihre Antwort im Vorraus! Sollte es nicht rechtens sein, würde ich ggf gern rechtliche Hilfe in Anspruch nehmen. Stehen Sie hierfür zur Verfügung, also für eine tatsächliche Beauftragung? Grüße Christina

  • #24

    Jens Lilleboe (Mittwoch, 18 April 2018 19:04)

    Im Rahmen einer Garantie hat der Verkäufer das Auto repariert, aber verlangt, dass ich das reparierte Auto bei Ihm abhole. Es handelt sich um einen gewerblichen Verkäufer. Ist das rechtens, oder kann ich verlangen, dass er mir das Auto bringt ? MfG

  • #25

    Sarah1212 (Donnerstag, 19 April 2018 20:23)

    Hallo!
    Ich habe über einen Online Einhändler ein Sofa für 600 € bestellt, und über paypal bezahlt. diese wurde weit verspätet geliefert. Zudem auch defekt! Dies wurde beim Spediteur bereits schriftlich festgehalten. Unter anderem: Riss im Boden, Füße zerschrammt, Ottomane schließt nicht, da er verzogen ist. Ich informierte den Verkäufer und versorgte ihn mit Beweisfotos.
    Eine Einigung über Austausch des Ottomanen oder Preisnachlass konnte nicht erzielt werden. Seit dem ignoriert mich der Verkäufer sodass ich PayPal einschaltete.
    Nun entschied PayPal dass ich meinen Kaufpreis zurück erhalte und ich nur die couch auf meine Kosten zurückschicken soll.
    Wieso muss ich dafür aufkommen? Ich habe schließlich keine defekte Couch bestellt.
    Ich möchte auch im Rahmen der Nichterfüllung einen Austausch der Ware oder zumindest einen angemessenen Preisnachlass.
    Ist das sein recht mir das zu verweigern oder von mir zu verlangen die Couch auf meine Kosten zurückzuschicken?
    Ich mein wie soll das gehen? Ich kann die couch schlecht in einen Karton packen und zur post bringen. Allein eine Spedition zu beauftragen und die Kosten zu tragen sprengt doch nun wirklich den Rahmen der Verhältnismäßigkeit.

    Was kann ich tun?

  • #26

    Knibo (Mittwoch, 25 April 2018 09:09)

    Hallo Frau Rehfeld,
    Ich habe als Deutscher über einen Händler in Österreich ein Modell gekauft. Das ist beschädigt.
    Gelten Ihre Ausführungen, besonders auch der Passus über Rücksendekosten, auch für einen Kauf in Österreich?
    Dank im Voraus.
    MfG

  • #27

    J.Weidmann (Freitag, 04 Mai 2018 14:17)

    Hallo Frau Rehfeld,

    ich habe im Internetversandhandel einen Sonnenschirm gekauft. Dieser kam mit Löcher in der Bespannung bei uns an (wahrscheinlich von Mäusen in der Verpackung). Wir mussten nun kurzfristig wg eiligstem Bedarf woanders einen kaufen und haben Widerspruch mit Rücksendung beantragt. Die Firma will nun 49,90 € für den Rücktransport durch die Spedition vom Erstattungswert abziehen. Ist dies erlaubt?
    MfG

  • #28

    Daniel Roth (Mittwoch, 16 Mai 2018 12:53)

    ein Lieferant liefert direkt an unseren Kunden Möbel. Nachfolgend übernehmen die Montage und stellen fest, dass Möbelteile beschädigt sind. (Versteckte Mängel)
    Wegen Zeitgründen vereinbaren wir mit dem Kunden eine sofortige Montage und werden nach Eintreffen der Ersatzteile eine De- und erneute Montage vornehmen.
    Muss der Transporteur für diese Mehrkosten geradestehen?

  • #29

    Thomas Kaiser (Dienstag, 05 Juni 2018 20:30)

    Was passiert, wenn ich den neuen Artikel, der meiner Meinung nach defekt ist an den Händler zur Überprüfung unfrei zurückschicke?

  • #30

    heute gerlinde (Donnerstag, 14 Juni 2018 19:26)

    hallo wir haben online ein fernseher bestellt kamm fünf tage später mit auto angliefert mein mann konnte ihn alleine nicht auspacken deshalb auf mich gewartet wir packen ihn aus und er hat platzer und riss durch ,nun sollen wir nach ewigen warten de abholens dafür bezahlen aber er war schon defekt an pappe ist nur kleiner teil defekt gewesen sonst nichts wie sollen wir uns verhalten

  • #31

    Bernd Sauer (Freitag, 22 Juni 2018 13:25)

    Hallo, ich habe bei einem Online-Händler ein Radio erworben und die angefallenen Versandkosten bezahlt (ok).
    Das Gerät ist defekt. Ich habe dieses zurückgesandt; eine Reparatur ist nicht möglich. Der Kaufpreis wird mir erstattet. Stehen mir auch die ursprünglich gezahlten Versandkosten zu?

  • #32

    Bartputzer (Dienstag, 28 August 2018 19:52)

    Hier scheinen nur " Vollpfosten " zu schreiben...so wie ich.
    Rechtsanwältin Anna Rehfeldt gibt keine kostenlose Rechtsberatung.
    Ich kann es gar nicht nachvollziehen, wie blöd die Leute doch sind.
    Ich habe ein Schwein gekauft und im nachhinein stellte sich heraus, das die Sau trächtig ist.Kann ich die Ferkel nun zurück senden und wenn JA, wer trägt die Kosten dafür ?